Aragón im Fokus für Investitionen in Wohnimmobilien und Rechenzentren

Aragón im Fokus für Investitionen in Wohnimmobilien und Rechenzentren.

Aragón im Fokus für Investitionen in Wohnimmobilien und Rechenzentren

Aragón entwickelt sich zunehmend zu einem begehrten Standort für Investitionen in Wohnimmobilien. Die Immobilienpreise sind hier noch erschwinglicher als in anderen Städten und bieten insbesondere in Zaragoza und Umgebung ein hohes Wachstumspotenzial. Neben dem Wohnsektor zeichnet sich auch der Logistikbereich als wichtiger Wachstumsmarkt ab. Nach der Etablierung als Drehkreuz für große Unternehmen wird in Kürze eine Gigafactory für Batterien von Elektrofahrzeugen entstehen, in die das Stellantis-CATL-Bündnis mehr als 4 Milliarden Euro investieren wird. Gleichzeitig positioniert sich Aragón als einer der größten Standorte für Rechenzentren, was insbesondere auf die umfangreichen Investitionen von Amazon Web Services und Microsoft zurückzuführen ist.

Der Immobilienmarktbericht Aragón, herausgegeben vom Lehrstuhl für Immobilienmarkt der Universität Saragossa, analysiert und quantifiziert die wichtigsten Kennzahlen des Sektors in der Region:

  • Wohnimmobilien

Der Kauf und Verkauf von Wohnimmobilien verzeichnete im Jahr 2024 insgesamt 16.434 Transaktionen, was einem Anstieg von 8,8 % im Vergleich zu 2023 entspricht. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis lag im vierten Quartal bei 1.576 Euro, was einem jährlichen Wachstum von 4 % entspricht. Der Markt für Bestandsimmobilien war der Haupttreiber dieses Segments mit einem Plus von 8,6 %. Dennoch zeigte auch der Neubausektor eine große Stabilität und erreichte Verkaufszahlen auf dem höchsten Niveau der letzten zehn Jahre.

Experten sind sich einig, dass die Nachfrage nach Wohnraum trotz steigender Preise stark bleiben wird, begünstigt durch eine anhaltend hohe Nachfrage, stabile Zinssätze und die steigende Kaufkraft der Bevölkerung in der Region.

  • Logistik

Die Entwicklung des Logistikmarktes bleibt einer der wichtigsten Wachstumstreiber des Immobiliensektors in Aragón. Im Jahr 2024 wurden 717 Transaktionen für diese Art von Vermögenswerten abgeschlossen, was einem Anstieg von 6,3 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis lag bei 427 €/m², was einem Rückgang von -3,4 % entspricht. Die insgesamt veräußerte Fläche betrug 575.171 m², ein jährlicher Anstieg von 34,8 %.

Viele Unternehmen haben sich bereits für Aragón als logistische Drehscheibe entschieden. Dazu gehören Giganten wie Inditex oder Amazon Web Services sowie auf Logistik spezialisierte Unternehmen wie Dachser und Ontime, die kürzlich ihre Expansionspläne angekündigt haben.

  • Einzelhandel (Retail)

Der Einzelhandelssektor behielt 2024 seine Dynamik mit insgesamt 1.564 Transaktionen, was einer positiven Veränderung von 0,4 % entspricht. Die insgesamt veräußerte Fläche belief sich im vergangenen Jahr auf 146.455 m², was einem jährlichen Rückgang von -1,9 % entspricht.

Eine der bedeutendsten laufenden Transaktionen in diesem Bereich ist die Umgestaltung des ehemaligen Einkaufszentrums Plaza Imperial in den neuen Plaza Park. Mit einer Investition von 56 Millionen Euro soll das neue Einkaufszentrum als Open-Air-Bereich mit einem erneuerten Handelsangebot und Grünflächen konzipiert werden, während gleichzeitig die Kinosäle und der Gastronomiebereich modernisiert werden.

  • Lagerräume und Parkplätze

Diese Segmente entwickeln sich unterschiedlich. Während Lagerräume mit 1.989 Transaktionen in den letzten zwölf Monaten ein Wachstum von 14,2 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten, verzeichnete der Markt für Parkplätze mit insgesamt 6.029 Transaktionen einen Rückgang von -3,9 %.

Aragón als führender Standort für Rechenzentren

Im spanischen Markt entwickelt sich Aragón zu einem wichtigen Zentrum für Rechenzentren. Ein Bericht des Immobilienberatungsunternehmens Colliers hebt hervor, dass Aragón und die Region Madrid die beiden wichtigsten Standorte für diese Infrastruktur sind und einen großen Teil der Investitionen anziehen.

Die Provinzen Saragossa und Huesca verfügen bereits über eine installierte IT-Kapazität von 108 MW, was auf den Beginn der ersten Phase des Amazon Web Services (AWS)-Projekts zurückzuführen ist. Dieses Projekt wird in den kommenden Jahren Investitionen in Höhe von 15,7 Milliarden Euro in die Region bringen, um ein Netzwerk von Megarechenzentren aufzubauen. Damit positioniert sich Aragón als neues europäisches „Hub“ für Rechenzentren.

Weitere Investitionen, wie der dritte Microsoft-Standort in Villamayor de Gállego (Saragossa) sowie zwei neue Zentren im Recycling-Technologiepark und in La Muela, werden in den nächsten zehn Jahren Investitionen in Höhe von 25 Milliarden Euro nach sich ziehen.

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