Wie man entscheidet, wie viel man in Immobilien und andere Anlagen investieren sollte
Die Entscheidung, welchen Prozentsatz Ihres Vermögens Sie in Immobilien investieren sollten, ist eine der wichtigsten – und gleichzeitig komplexesten – Fragen für jeden Anleger. Immobilien bieten klare Vorteile: Stabilität, Inflationsschutz, potenzielle Einnahmen und Diversifizierungsmöglichkeiten. Gleichzeitig bringen sie aber auch Liquiditätsbindung, operative Risiken und Konzentrationsrisiken mit sich, wenn sie nicht richtig verwaltet werden. Deshalb gibt es keine universelle Antwort: Die richtige Balance hängt von Ihrer finanziellen Situation und Ihren langfristigen Vermögenszielen ab. In diesem Artikel stellen wir einen praktischen Rahmen vor, um zu entscheiden, wie viel Sie in Wohnimmobilien, Immobilien-Crowdfunding, Fonds oder andere Anlageklassen investieren sollten, mit klaren Beispielen und häufigen Fehlern, die Sie vermeiden sollten.
Schritt 1: Verstehen Sie Ihre finanzielle Situation und Ihr Anlegerprofil
Bevor Sie darüber nachdenken, wie viel Sie in Immobilien investieren sollten, ist es wichtig, Ihren Ausgangspunkt zu analysieren. Immobilieninvestitionen – einschließlich Crowdfunding – machen nur Sinn, wenn eine solide finanzielle Basis vorhanden ist. Das bedeutet, eine Notfallreserve zu haben, die mehrere Monate Ausgaben abdeckt, bevor Sie überhaupt investieren. Ohne dieses Sicherheitsnetz könnten unerwartete finanzielle Ereignisse Sie zwingen, Positionen zum ungünstigsten Zeitpunkt zu verkaufen.
Danach sollten Sie Ihren Zeithorizont berücksichtigen, denn Immobilien sind kein Anlagevehikel für diejenigen, die sofortige Liquidität benötigen. Egal, ob Sie eine Mietwohnung kaufen oder an Crowdfunding-Projekten teilnehmen, wählen Sie Strategien, die zur Zeitspanne passen, in der Sie Ihr Geld gebunden lassen können, ohne es zurückholen zu müssen.
Es ist auch entscheidend, Ihr Risikoprofil zu kennen. Nicht alle Anleger reagieren gleich auf Bauverzögerungen, Leerstandszeiten oder Schwankungen der erwarteten Rendite. Einige tolerieren Volatilität gut, andere bevorzugen Stabilität, auch auf Kosten geringerer Renditen. Die Entscheidung, wie viel Sie in Immobilien investieren, hängt direkt davon ab, wie Sie in ungünstigen Szenarien reagieren; wenn ein Projektverzug Ihnen schlaflose Nächte bereitet, sollten Sie den Anteil illiquider Vermögenswerte in Ihrem Portfolio begrenzen.
Wie man innerhalb der Immobilien investiert: Wohnimmobilien, Crowdfunding, Direktinvestments und andere
Wenn Sie wissen, welchen Anteil Ihres Vermögens Sie in Immobilien investieren möchten, besteht der nächste Schritt darin, zu entscheiden, wie Sie diesen innerhalb des Sektors aufteilen. Ein häufiger Fehler ist, nur an den Kauf einer Immobilie zu denken, während es heute viele Möglichkeiten gibt, am Markt teilzunehmen. Der Immobilienkauf bleibt der traditionellste Weg, ist aber auch der kapital- und aufwandsintensivste. Deshalb kombinieren viele Anleger diese Option mit flexibleren Formaten wie Immobilien-Crowdfunding, das Diversifizierung ermöglicht und eine Teilnahme mit weniger Kapital erlaubt, oder Modellen wie Urbanitae Direct Investments, die Zugang zu professionellen mit Beratung während des gesamten Prozesses.
Die passende Aufteilung hängt von Ihren Zielen ab. Wenn Sie einen kurzen Anlagehorizont anstreben, kann es sinnvoll sein, einen Teil in Fremdkapitalprojekte zu investieren; wenn Sie eine höhere Rendite erzielen möchten, passen Eigenkapitalprojekte besser; und wenn es Ihre Absicht ist, eine Immobilie zu 100 % zu besitzen und dabei das operative Risiko zu reduzieren, kann die Direktinvestition der geeignetste Weg sein. Entscheidend ist, „Immobilien“ nicht nur mit einer vermieteten Wohnung gleichzusetzen, sondern sie als ein Universum von Vermögenswerten zu verstehen, die sich gegenseitig ergänzen.
Beispiele für die Aufteilung zwischen Immobilien und anderen Anlageklassen
Zur Veranschaulichung betrachten wir drei Anlegerprofile. Ein konservativer Anleger mit eigener Wohnung, stabilen Einnahmen und moderatem Liquiditätsbedarf könnte etwa 20 % seines Vermögens in Immobilien investieren, aufgeteilt zwischen einem kleinen Fremdkapitalprojek und mehreren risikoarmen Crowdfunding-Investments. Ein risikofreudiger Anleger, ohne finanzielle Belastungen und mit langfristigem Zeithorizont, könnte seine Immobilienquote auf 40 % erhöhen, indem er eine kleine stabile Immobilie mit wertsteigernden Projekten und Immobiliendarlehen kombiniert. Schließlich könnte ein bereits stark im Immobiliensektor engagierter Anleger – z. B. jemand mit zwei Mietobjekten – seine Immobilieninvestitionen über 50 % halten, aber über Plattformen diversifizieren, um eine zu starke Konzentration auf einen Anlagetyp zu vermeiden. Diese Prozentsätze sind nicht endgültig, sondern zeigen, wie die Aufteilung je nach Profil, Erfahrung und Entwicklung des eigenen Vermögens angepasst werden kann.
Häufige Fehler bei der Entscheidung, wie viel man in Immobilien investieren sollte
Ein häufiger Fehler besteht darin, nur das neue Geld zu berücksichtigen, das Sie investieren möchten, und zu vergessen, dass ein Großteil Ihres Vermögens bereits in Immobilien gebunden ist, insbesondere wenn Sie eine Wohnung oder mehrere besitzen. Dies kann zu einer deutlich höheren Exponierung führen, als Sie denken. Ein weiterer häufiger Fehler ist, fast alles in eine einzige Immobilie zu investieren, in der Annahme, dass sie sicher ist; das Problem ist, dass die Konzentration des Risikos – Lage, Mieter, lokaler Markt – gegen Sie wirken kann, wenn sich die Bedingungen ändern.
Es ist auch üblich, die Liquidität zu vernachlässigen. Immobilien lassen sich nicht immer nach Belieben verkaufen, und viele Anleger sind gezwungen, frühzeitig zu verkaufen oder Verluste hinzunehmen, weil sie auf das gebundene Kapital angewiesen waren. Hinzu kommt ein emotionaler Fehler: Entscheidungen aus Angst bei einem vorübergehenden Rückgang zu treffen, kann die langfristige Strategie gefährden.